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© Besim Mazhiqi | Erzbistum Paderborn
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Ständiger Diakon

Ständiger Diakon bedeutet, dass das Amt des Diakons keine Vorstufe auf dem Weg zum Priesteramt, sondern das Berufsziel ist. Ständige Diakone sind geweihte Amtsträger der katholischen Kirche und üben ein eigenständiges kirchliches Amt neben ihrem Zivilberuf oder im Hauptberuf aus.

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Was macht ein ständiger Diakon?

Ständige Diakone begleiten Menschen in wichtigen Momenten ihres Lebens, verkünden den Glauben und gestalten Gottesdienste. Sie stehen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zur Seite und setzen sich besonders für diejenigen ein, die Unterstützung und Zuwendung brauchen. Ihren Dienst üben Ständige Diakone nah bei den Menschen und je nach Einsatz hauptamtlich oder nebenamtlich aus.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Wer Ständiger Diakon werden möchte, sollte sich sowohl im Beruf als auch im persönlichen Leben bewährt haben und im Glauben sowie im kirchlichen Leben verwurzelt sein. Außerdem ist eine Empfehlung des Heimatpfarrers erforderlich. Zum Zeitpunkt der Weihe müssen verheiratete Bewerber mindestens 35 Jahre alt sein. Unverheiratete Bewerber, die sich zur Ehelosigkeit bei der Weihe verpflichten, müssen mindestens 25 Jahre alt sein. Am Beginn der Ausbildung darf das Höchstalter von 55 Jahren nicht überschritten sein. Verheiratete Männer benötigen zudem die Zustimmung ihrer Ehefrau. Voraussetzung ist außerdem eine theologische Ausbildung. Diese kann beispielsweise durch ein Theologiestudium oder einen entsprechenden Fernkurs erworben werden.

Wie läuft die Ausbildung zum Ständigen Diakon ab?

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, beginnt die berufsbegleitende praktische Ausbildung. In der Regel dauert diese drei Jahre. Liegen noch keine theologischen Abschlüsse vor, müssen diese zusätzlich vor oder während der praktischen Ausbildung erworben werden. Die Ausbildung schließt mit der Diakonenweihe ab. Die Ausbildung lässt sich gut mit Beruf und Familie vereinbaren, da die Veranstaltungen überwiegend an den Wochenenden stattfinden.

Wie kann die erforderliche theologische Bildung erworben werden?

Männer, die den Dienst als Diakon im Zivilberuf anstreben und über kein vorausgegangenes theologisches Studium verfügen, haben über die Theologische Fakultät Paderborn die Möglichkeit, ein Hochschulzertifikat zu erwerben. Dieses vermittelt grundlegende theologische Kenntnisse und befähigt zur Ausbildung des diakonischen Dienstes im Nebenamt.

Aufbauend auf dem Hochschulzertifikat kann eine weiterführende theologische Hochschulbildung (Bachelor) erworben werden. Diese bildet eine Grundlage für die Übernahme als hauptberuflicher Diakon.

Was unterscheidet einen Ständigen Diakon von einem Priester?

Der Diakon kann viele Aufgaben übernehmen, die auch der Priester wahrnimmt. Im Unterschied zum Priester darf er jedoch nicht die Eucharistie feiern und die Sakramente der Versöhnung (Beichte) und der Krankensalbung spenden.

Wie lässt sich der Dienst als Diakon mit Familie und Beruf verbinden?

Der Diakon kann seine verfügbaren zeitlichen Ressourcen entsprechend seinen persönlichen Möglichkeiten einsetzen und den Dienst mit seinen beruflichen und familiären Verpflichtungen abstimmen. Hauptberufliche Diakone verfügen über Arbeitszeiten wie in anderen Pastoralen Berufen.

Wie sieht die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenamt aus?

Während hauptberufliche Diakone direkt beim Erzbistum Paderborn angestellt sind und dort in Vollzeit arbeiten, gehen nebenberufliche Diakone einem Zivilberuf nach und üben ihr Dienst als Diakon aus. Hauptberufliche Diakone müssen mindestens über eine abgeschlossene theologische Hochschulbildung verfügen.

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Diözesanstelle Berufungspastoral